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Wir, der Berliner Frauenbund 1945 e.V., knüpfen an die Tradition des Bundes Deutscher Frauenvereine an, der sich aus Selbstschutz, wegen der Gefahr der Übernahme durch die Nationalsozialisten und wegen des Ausschlusses der jüdischen Mitfrauen 1933 selber auflöste.
Schwerpunkt der Arbeit des BFB war immer die Förderung von Bildung und Qualifizierung von Frauen als Instrument der Emanzipation.
BFB Team
Anfang der 80er Jahre stieß eine Gruppe von beruflich etablierten Frauen zum BFB, die -angeregt durch die autonome Frauenbewegung und Aufenthalte in den USA- konkrete Projekte entwickelte mit dem Ziel, Frauen Bildungs- und Karrierechancen zu eröffnen und Frauenarbeitsplätze zu schaffen.
D
ie gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren günstig: im Rahmen einer Qualifizierungsoffensive auf Landesebene war es möglich, größere Projekte zu entwickeln, die bis heute erfolgreich arbeiten.
Der BFB erkannte bereits Anfang der 80er Jahre, dass der Umgang mit Computern Frauen beruflich entscheidend weiter bringen konnte. Es wurden Kurse durchgeführt wie z.B. "Keine Angst vor dem Computer". 1988 wurde dann das Frauen Computer Zentrum Berlin gegründet, das mittlerweile national und international großes Renommee bei der Qualifizierung von Frauen im IT-Bereich erworben hat.
Bewusste Karriereplanung für Frauen war ein zweiter Schwerpunkt. Hier gelang es ebenfalls, 1988 das Koordinierungs- und Beratungszentrum KOBRA zu gründen. Heute beschäftigt sich KOBRA neben der Berufsweg- und Karriereplanung von Frauen zum Beispiel auch mit neuen Konzepten der Personalentwicklung von Unternehmen.
1990 wurde dann der erste berufsbegleitende einjährige Lehrgang für Frauen im Ehrenamt Mehr Frauen in die öffentliche Verantwortung durchgeführt.
Ziel ist es, Frauen für ehrenamtliche Führungspositionen zu qualifizieren. Individuelle Kompetenzentwicklung und Verbesserung der berufliche Chancen durch ehrenamtliches Engagement sind das Ergebnis.
Der Lehrgang ist so erfolgreich, dass er kontinuierlich angeboten wird.
Die Frauenkasse wurde gegründet, um Frauen in finanziellen Notlagen die Abtreibung zu ermöglichen.
Der Großelterndienst wurde ebenfalls 1990 gegründet, Ziel war es alleinerziehenden Frauen durch ehrenamtliche Unterstützung Freiräume zur Selbstverwirklichung zu verschaffen. Heute arbeitet das Projekt erfolgreich und wächst ständig weiter.
Der Berliner Frauenbund ist darüber hinaus aktiv in die frauenpolitische Diskussion eingebunden und arbeitet beispielsweise im Gender Beirat des Landes Berlin mit. In Veranstaltungsreihen werden für Frauen relevante Fragen aufgriffen, wie z.B. "Frauen und Geld" , "Frauen als Existenzgründerinnen", "Managing Diversity" bis hin zu Lesungen mit bekannten Schriftstellerinnen.

Der Berliner Frauenbund begreift sich als Teil eines Netzwerkes von Frauenprojekten und arbeitet mit verschiedenen Institutionen und Initiativen zusammen. Wir begreifen uns als offener Verband, als Forum, um aktuelle frauenrelevante Fragestellungen zu diskutieren.
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